Letzte Vorbereitungen für die Côte d’Azur
Der Wohnwagen steht vor dem Haus und schaut uns erwartungsvoll an. Er weiß genau, dass jetzt seine große Stunde kommt. Vorher wartet aber noch ein Haufen Arbeit: saugen, wischen, Kisten packen und alles verstauen, was mit muss. Dazu kommt eine Gasflasche, die noch fehlt, ohne die es keinen Kaffee am Morgen und keine warme Mahlzeit gäbe. Und da wir den 2-Flammenkocher für Kochen und Grillen vor dem Wohnwagen mitnehmen, kommt auch die 5kg Gasflasche mit, die natürlich vom Sommergrillen auf der Terasse Zuhause leer ist.
Und dann ist da noch unser Auto. Es hat eine Undichtigkeit entwickelt und musste heute noch in die Werkstatt. Ausgerechnet jetzt. Wir hoffen, dass es schnell behoben ist und uns dann zuverlässig bis ans Mittelmeer und wieder zurück bringt. Nach dem Urlaub darf das Auto dann auch planmäßig zur Inspektion.
Zum Glück gibt es genug, was uns durch den „Packstress“ trägt. Unsere tägliche Saint-Tropez-Mail hat uns in den letzten Tagen so viel Lust gemacht, dass wir am liebsten sofort losfahren würden:
- Markttag auf der Place des Lices: dienstags und samstags, mit Trüffel, Fisch und Gemüse. Wir planen schon, dort für Petits Farcis, Rouget mit Tian oder eine Soupe au Pistou einzukaufen.
- Bonnard-Licht und gelbe Fassaden: ein Morgenfoto an der Place aux Herbes und ein Blick auf die Petite Plage, so wie van Rysselberghe sie gemalt hat.
- Küstenwanderung zum Cap Taillat: ab der Plage de l’Escalet, mit türkisfarbenem Wasser auf beiden Seiten.
- Sonnenuntergang in Gassin, mit Panoramablick über die ganze Halbinsel.
- Ramatuelle entdecken: die Chapelle Sainte-Anne, in der Mick und Bianca Jagger 1971 kirchlich heirateten, und das Théâtre de Verdure unter den Olivenbäumen.
- Ein Kaffee im Café Sénéquier an der roten Hafenterrasse und vielleicht ein Paar handgemachte Sandalen als Souvenir.
- Tennis beim Saint-Tropez Open: Grigor Dimitrov und David Goffin live, die meisten Matches bei freiem Eintritt.
- Les Voiles de Saint-Tropez vom 26.09. bis 04.10.: Wenn wir rechtzeitig da sind, laufen die großen Segelyachten ein.
Und der Strand von Pampelonne liegt praktisch vor der Tür. Dort landeten 1944 alliierte Truppen, heute spaziert man barfuß durch den Sand.
Bis es so weit ist, heißt es: Staubsauger raus, Packliste abhaken, Gasflaschen besorgen und Daumen drücken, dass die Werkstatt morgen gute Nachrichten hat.
À bientôt! ☀️
